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Umfrageergebnis anzeigen: Welcher "Leitsatz" gefällt dir persönlich am Besten?
Leitsatz 1 9 5,45%
Leitsatz 2 102 61,82%
Leitsatz 3 35 21,21%
Leitsatz 4 19 11,52%
Teilnehmer: 165. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 30.03.2010, 00:56   #1
Raphii
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Leitsatzvorschläge

Liebe UBRMs und Innen!

Ein Teil unserer Arbeit in der LVA "Strategische PR-Konzeption" im WS2009/10 war es, das Selbstbild der UBRM Studis und des UBRM Studiums zu erheben. Im Zuge dessen habt ihr von uns Moodle Fragebögen erhalten und wart aufgerufen an einer Umfrage teilzunehmen. Die vielschichtigen Ergebnisse sind in verschiedene Vorschläge zur Stärkung des Selbstverständisses eingeflossen.

Ein Segment des Ganzen war die Erstellung einer kurzen, jedoch trefflichen Beschreibung von UBRM, welche bisher nicht existent ist (nicht einmal im Studienplan zu finden). Es wurden wiederum verschiedene Vorschläge diskutiert, da es nicht einfach ist bei einem so facettenreichen Studium einen prägnanten Leitsatz zu finden.

Um den Diskurs nun auf breite Beine zu stellen, fordern wir jede(n) auf sich daran zu beteiligen. Anregungen, Ergänzungen, Veränderungen, oder einen eigenen Leitsatz kreieren, alles ist erwünscht!

Der fertige "Leitsatz" soll als Teil der Corporate Identity in das Kommunikationskonzept einfließen und sich in allen Medien (Studienfolder, Internet,....) wieder finden.

Danke für eure Unterstützung!!!



  • Leitsatz 1
    Zitat:
    "UBRM ist ein zukunftorientiertes Studium, das sich, innerhalb interdisziplinärer Grenzen, kritisch mit der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen auseinander setzt. Es versucht in einer immer spezialisierteren Gesellschaft den Überblick über die einzelnen Disziplinen/ Wissenschaften zu bewahren und als Bindeglied zu dienen. Dabei werden aktuelle Themenstellungen erörtert und bedenkliche/ fragliche gesellschaftliche Entwicklungen aufgezeigt.“
  • Leitsatz 2
    Zitat:
    "Das Studium Umwelt- und Bioressourcenmanagement vermittelt umfangreiches Wissen über verschiedene umweltrelevante Themengebiete mit ausgeprägtem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Hintergrund. Die AbsolventInnen besitzen das Rüstzeug, um in ihren zukünftigen Positionen ökonomische, soziale und ökologische Kriterien bei Entscheidungsfindungen zu berücksichtigen. Abgerundet wird das Profil durch ihr Verständnis gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge und Lösungskompetenzen in Verbindung mit umwelt- und ressourcenökonomischen Fragestellungen. Aufgrund der breit gefächerten Bildung zeichnet Umwelt- und BioressourcenmanagerInnen vernetztes Denkvermögen, Projektmanagementkompetenzen und Teamfähigkeit aus. Diese Qualifikationen machen sie zum zentralen koordinierenden Bestandteil interdisziplinärer Teams und zu bedeutenden AnsprechpartnerInnen für SpezialistInnen verschiedener Naturwissenschaften."
  • Leitsatz 3
    Zitat:
    "In einer hochspezialisierten Gesellschaft versuchen wir den Überblick über Disziplinen zu bewahren, welche zur Entwicklung einer sozial verträglichen, zukünftsfähigen Gesellschaft benötigt werden.
    Aufgrund unserer breitgefächerten Bildung entwickeln wir die Fähigkeit in unseren zukünftigen Positionen soziale, ökologische und ökonomische Kriterien bei Entscheidungsfindungen zu berücksichtigen.
    Neben umfangreichem Wissen über verschiedene umweltrelevante Themengebiete und einem ausgeprägten wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Hintergrund zeichnen uns vernetztes Denkvermögen, Projektmanagementkompetenz und Teamfähigkeit aus.
    Diese Qualifikationen machen uns zu einem zentralen koordinierenden Bestandteil interdisziplinärer Teams und zu bedeutenden AnsprechpartnerInnen für SpezialistInnen verschiedener Disziplinen."
  • Leitsatz 4
    Zitat:
    "Wir nehmen scheinbar Vertrautes nach technisch-naturwissenschaftlich-sozioökonomischen Sichtweisen auseinander und setzen es sozial verträglich sowie ökologisch und ökonomisch nachhaltig wieder neu zusammen! Unser Angebot ist der Perspektivwechsel, denn neue Sichtweisen sind entscheidend für zukunftsfähige Entwicklung!"

Geändert von Simon Huber (01.04.2010 um 14:30 Uhr)
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Alt 01.04.2010, 02:28   #2
betwixt
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AW: Leitsatzvorschläge

Bei Leitsatz 2 bitte noch die Ansprechpartner zu AnsprechpartnerInnen ausbessern.

Zitat:
Neben umfangreichem Wissen über verschiedene umweltrelevante Themengebiete und einem ausgeprägten wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Hintergrund zeichnet uns vernetztes Denkvermögen, Projektmanagementkompetenz und Teamfähigkeit aus.
statt "zeichnet" gehört doch "zeichneN x, y und z aus", oder?
__________________

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Alt 01.04.2010, 03:15   #3
Christopher F.
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Christopher F. ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
AW: Leitsatzvorschläge

Bin für Leitsatz 2, und hab auch schon abgestimmt, hier aber mein etwas gewordeter Leitsatz:

"Das Studium "Umwelt- und Bioressourcenmanagement" vermittelt umfangreiches Wissen über verschiedene umweltrelevante Themengebiete mit ausgeprägtem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichem Hintergrund. Die AbsolventInnen besitzen fundierte Kenntnisse in den verschiedensten Bereichen, die es ihnen ermöglichen, in ihren zukünftigen Positionen ökonomische, soziale und ökologische Kriterien bei Entscheidungsfindungen zu berücksichtigen. Abgerundet wird das Profil durch ihr Verständnis gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge und Lösungskompetenzen in Verbindung mit umwelt- und ressourcenökonomischen Fragestellungen. Aufgrund der breit gefächerten Bildung zeichnet Umwelt- und BioressourcenmanagerInnen vernetztes Denkvermögen, Projektmanagementkompetenzen und Teamfähigkeit aus. Diese Qualifikationen machen sie zum zentralen koordinierenden Bestandteil interdisziplinärer Teams und zu bedeutenden AnsprechpartnerInnen für SpezialistInnen verschiedenster Disziplinen."

(Habe alle Bezeichungen gegendert, "Rüstzeug" durch etwas anderes ersetzt, der Begriff ist einfach veraltet (das oben ist nur ein Vorschlag), sozialwissenschaftlicheM Hintergrund, und am Schluss noch verschiedenster Disziplinen, denn wir vermitteln ja nicht nur zwischen Naturwissenschaftlern.)

Ich schaus mir morgen nochmal an, vielleicht fällt mir ja noch was ein, der zweite Satz gehört nochmal angeschaut. ("in den verschiedensten Bereichen" klingt noch ein bisschen nach "bla")

Lg, Christopher
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Alt 08.04.2010, 20:23   #4
desdenova
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desdenova befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Leitsatzvorschläge

Den vierten finde ich am besten da ein Leitsatz aus einem oder zwei Sätzen bestehen sollte die in ihrer Kürze doch alles gut und knackig auf den Punkt bringen. Zwar erfüllt Leitsatz 2 auch seinen Zweck, da er aber genauso gut ist wie Leitsatz 4 nur länger bin ich für Numero 4.

lg
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Alt 08.04.2010, 22:32   #5
hmueller99
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hmueller99 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Leitsatzvorschläge

ich bin für etwas in der Art wie Leitsatz 2, da wir damit ja konkret die Zielsetzungen unseres Studiums und die damit erworbenen Kompetenzen verständlich kommunizieren wollen. Die Leute sollen sich etwas unter unserem Studium etwas vorstellen können.

hier mein Vorschlag auf Basis Leitsatz 2:

"Das Studium Umwelt- und Bioressourcenmanagement vermittelt umfangreiches Wissen über umweltrelevante Themengebiete mit einem ausgeprägten wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Hintergrund. Die AbsolventInnen besitzen fundierte ökologische, soziale und ökonomische Kenntnisse, um diese in ihren zukünftigen Positionen bei allen Entscheidungsfindungen berücksichtigen zu können. Aufgrund ihrer breit gefächerten Bildung zeichnen sich Umwelt- und BioressourcenmanagerInnen durch vernetztes Denken, Projektmanagementkompetenzen und Teamfähigkeit aus. Abgerundet wird ihr Profil durch das Verständnis gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge und die Lösungskompetenz in Bezug auf umwelt- und ressourcenökonomische Fragestellungen. Die Summe all dieser Qualifikationen macht sie zu einem zentralen, koordinierenden Bestandteil interdisziplinärer Teams und zu bedeutenden AnsprechpartnerInnen der verschiedenen SpezialistInnen."

LG
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Alt 08.04.2010, 22:33   #6
Martinovic 1978
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Martinovic 1978 sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreMartinovic 1978 sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreMartinovic 1978 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
AW: Leitsatzvorschläge

Habe für Leitsatz 2 "gevoted", wobei aber meiner Meinung nach Leitsatz 4 auch sehr gut ist, da dieser mit nur wenigen Worten präzise ausdrückt, worum es sich in unserem Studium im Wesentlichen "dreht"!
Martinovic 1978 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2010, 22:59   #7
dave
schau wie schorf
 
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AW: Leitsatzvorschläge

Der Grund, dass Leitsatz 4 mir nicht gefällt, ist schlicht die Tatsache das er für einen Qualifikationstext der im Studienplan steht (und den der geneigte zukünftige Student eventuell lesen sollte) einfach zu wenig Aussage macht, worum es sich bei UBRM eigentlich "dreht".
Der Wirtschaftsschwerpunkt ist für mich zb nicht einmal Ansatzweise erkennbar, der Dreizeiler klingt eher ein wenig nach Allerweltsaussage für mich. (das ist jetzt nicht so hart gemeint wie es sich vll schreibt)
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Alt 09.04.2010, 21:26   #8
Sigur
UmweltliebhaberIN
 
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Sigur ist ein sehr geschätzer MenschSigur ist ein sehr geschätzer MenschSigur ist ein sehr geschätzer MenschSigur ist ein sehr geschätzer Mensch
AW: Leitsatzvorschläge

Mir hat Leitsatz drei am besten gefallen. Das Studium soll nach außen kommuniziert werden, dabei ist meiner Meinung nach, ein potentieller zukünftiger Arbeitsgeber für uns am wichtigsten. Wenn dieser sich näher informieren möchte, was der Bewerber (in dem Fall der UBRM-Absolvent) studiert hat, wird er durch Leitsatz 3 am besten wissen, mit wem er es zu tun hat, was uns auszeichnet. Da steht gleich im ersten Satz, was das Kernziel ist. Außerdem ist es knapper als das zweite, trägt trotzdem alle wichtigen (und nur die wichtigen) Informationen drin.

Allerdings würde ich die "wir"-Form in die 3. Person ändern.
__________________
Fertig!
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Alt 10.04.2010, 19:50   #9
martin85
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martin85 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
AW: Leitsatzvorschläge

Mir gefällt auch der 3. Leitsatz am besten. Der sagt etwas aus. 2 und 4 sind mir zu schwammig formuliert.
Die 3. Person muss nicht unbedingt sein, finde ich. Das "wir" passt schon.
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Alt 10.04.2010, 22:28   #10
carmel
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AW: Leitsatzvorschläge

ich bin auch für den 3. leitsatz. der 2. liest sich schwer und ist nicht flüssig, obwohl er inhaltlich schon passt.
ich finde es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die formulierungen nicht zu sperrig und die sätze kurz und prägnant sind.
was mir am 4. sehr gut gefällt, ist das wort "perspektivenwechsel". das klingt frisch, kreativ und sticht sofort ins auge. vielleicht könnte man das noch irgendwie in den 3. leitsatz einbauen?
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Alt 13.04.2010, 12:48   #11
york
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york ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
AW: Leitsatzvorschläge

als Denkanstoß:
------------------
hat denn von den "Leitsatz-Entwicklern" schon jemand das Bakk. fertig gemacht?
denn den Studienumfang und die vermittelten Skills kann man schwer abschätzen wenn man noch nicht den Großteil der VO's hinter sich hat.....
__________________
a chapter a day, keeps the devil away......
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Alt 13.04.2010, 13:20   #12
lemon
UmweltschützerIN
 
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lemon wird schon bald berühmt werdenlemon wird schon bald berühmt werden
AW: Leitsatzvorschläge

es hängt hald sehr davon ab, wer die "Zielgruppe" des Leitsatzes ist. Ob wir damit eher Neueinsteiger ansprechen wollen,

oder gezielt unser Studium einem zukünftigen Arbeitgeber schmackhaft machen will.

mich spricht zwar Leitsatz 2 am meisten an, man muss sich aber auch bewusst sein, dass z.Bsp. kleiner Firmen, die ganz normale Bürojobs im Umweltbereich wie Energieberatungsbüros etc. genauso Arbeitgeber sind, die meiner Meinung nach im Endeffekt die meisten Jobs bieten werden und

Zitat:
"Diese Qualifikationen machen sie zum zentralen koordinierenden Bestandteil interdisziplinärer Teams und zu bedeutenden AnsprechpartnerInnen für SpezialistInnen verschiedener Naturwissenschaften."
nur die wenigsten der wenigen der wenigen der besten von uns werden als Teamleiter eines Interdisziplinären Teams enden. Das sollten wir bei der Leitsatzformulierung- und wahl auch bedenken.

mfg lemon

Geändert von lemon (13.04.2010 um 21:16 Uhr)
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Alt 17.04.2010, 15:11   #13
heli_kw
MülltrennerIN
 
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heli_kw ist ein sehr geschätzer Menschheli_kw ist ein sehr geschätzer Menschheli_kw ist ein sehr geschätzer Menschheli_kw ist ein sehr geschätzer Mensch
AW: Leitsatzvorschläge

Ich finde, dass ein Leitsatz in diesem Fall ruhig etwas ausführlicher sein darf und die Dinge beim Namen nennen soll und hab deshalb für Leitsatz 2 gestimmt.
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Alt 19.04.2010, 23:14   #14
Qwert Zuiopü
Vogelfänger
 
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Qwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz seinQwert Zuiopü kann auf vieles stolz sein
AW: Leitsatzvorschläge

geht das nur mir so oder fehlt sonst noch jemandem bei den ersten 3 formulierungen irgendwie der bezug zum technischen teil der ausbildung? zugegebenermaßen wird der zwar eh kaum vermittelt, aber dennoch sollte das denke ich erwähnung finden, wo doch die boku so viel wert auf die berühmten drei aspekte der ausbildung legt...
__________________
You Must Construct Additional Pylons!
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Alt 03.05.2010, 01:18   #15
Klemens Herzog
Studienvertreter
 
Registriert seit: 10.10.2007
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AW: Leitsatzvorschläge

Den 4. Leitsatz find ich genial. Aber er sagt halt nicht viel übers Studium an sich aus.. deswegen bin ich wohl auch eher für den 3.

Unabhängig davon, welcher Leitsatz schlussendlich gewählt wird, will ich auch hier noch zwei (wohl etwas umfangreichere) Denkanstöße einleiten.

ch will mir bei diesem Thema etwas mehr Zeit nehmen. Diese Begriffe, die wir hier diskutieren stellen das Fundament unserer Studienrichtung dar.
Die erste Frage die mir dabei durch den Kopf gegangen ist: Wer bestimmt eigentlich was Umwelt- und Bioressourcenmanagement ist und welche Kompetenzen Umwelt- und BioressourcenmanagerInnen brauchen?
Die Studierenden selbst in ihrer Rolle als eigenständige Architekten ihrer (Aus)Bildung? Die Fachstudienkommission und der Senat in ihrer Rolle als entscheidende Organe über den Studienplan? Die Anforderungen des Arbeitsmarktes? Die zu lösenden Probleme der Gesellschaft?
Bei genauerer Betrachtung stelle ich fest, alle Ebenen spielen in die Definition was UBRM denn sein soll hinein. Manche Studierende orientieren sich mehr am Arbeitsmarkt, andere sehen sich mehr als WeltverbessererInnen. Unsere Aufgabe sollte es nun sein den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, den wir alle vertreten können.
Wie schwierig es ist, eine allgemeingültige Beschreibung UBRMs abzuliefern lässt sich alleine schon erahnen wenn man die zahlreichen Variationen betrachtet. Ohne zu werten ist festzustellen, dass weder der Studienplan, noch der Boku4you-Folder eine Beschreibung liefert, die mit dem erhobenen, wiederum in sich inhomogenen Selbstbild, kongruent ist. Dabei wird klar, dass sich noch niemand an der BOKU von Grund auf mit dieser Problematik auseinandergesetzt hat.

Uns wird nun die ehrenhafte Aufgabe zu Teil das Vorhandene niederzureißen um aus den Trümmern ein neues, stabiles Fundament zu erschaffen. Die Schwierigkeit dabei ist es objektiv zu bleiben, das eigene Bild von UBRM für kurze Zeit auszublenden, um das Konstrukt UBRM und die Begriffe die dieses am besten beschreiben gründlich zu reflektieren.

Sowohl es wichtig ist, eine gemeinsame Grundlage für unser Arbeiten zu schaffen will ich abschließend betonen, dass wir durch diese Grundsatzdiskussion unseren Tatendrang nicht unterdrücken sollten. Es wäre vermessen anzunehmen, dass wir im Zuge dieser Lehrveranstaltung etwas Wahres, Unfehlbares schaffen, eher sollte es unser Anspruch sein diesen Prozess einmal loszutreten. Wir können zwar ein Corporate Wording oder Design zur Verfügung stellen, schlussendlich ist es jedoch von jedem und jeder einzelnen die Aufgabe UBRM für sich zu definieren und in die Welt hinaus zu tragen.

Aufbauend auf diesen Gedanken will ich nach Ablegen meiner rosaroten UBRM-Brille, einige der genannten Begriffe in ihre einzelnen Bestandteile zerlegen, um zu sehen wie sie in das große UBRM-Puzzle reinpassen. Für Feedback und andere Perspektiven wär ich sehr dankbar.



Vorschlag:


Ganzheitlich statt sozioökonomisch





Zuerst einmal die Frage: Was bedeutet der Begriff sozio-ökonomisch? Hört sich erstmal toll an. Doch ich sehe die Gefahr uns ‚sozio-ökonomisch’ auf die Fahnen zu schreiben obwohl wir es gar nicht sind. Wir kritisieren ja dasselbe Verhalten z.B. an der WU die das Thema Nachhaltigkeit zu besetzen versuchen, obwohl meiner Meinung nach die ökologische Komponente bei der Ausbildung auf der WU fast zur Gänze fehlt.

Eine kurze Auswertung der Google-Treffer liefert keine allgemeingültige Definition von Soziökonomie. Der Wikipedia-Eintrag definiert Sozioökonomie mit der Untersuchung von wirtschaftlichen Aktivitäten und ihrem Verhältnis zu gesellschaftlichen Prozessen, um so die soziale Wirklichkeit erklären und beschreiben zu können. Als interdisziplinäre Forschungsrichtung greift sie dabei auf Theorien und Methoden aus einer Vielzahl an weiteren Disziplinen zurück

Ausgehend von dieser Definition würde ich UBRM definitiv als sozioökonomisch bezeichnen.

Doch ich frage mich, wie definiert ein Studierender oder ein/e ArbeitsgeberIn intuitiv, ohne Kenntnis dieser (sicher nicht allgemeingültigen) Definition, den Begriff ‚sozioökonomisch’?

Ein unbestrittener Bestandteil UBRMs ist sicher die ökonomische Säule. Bei Soziologischen Grundlagen sehe ich auf jeden Fall ein Defizit um dem Begriff in der alltagssprachlichen Verwendung gerecht zu werden. Interessant dazu ist der Master-Studiengang Sozioökonomie an der WU Wien (http://www.wu.ac.at/students/linksdo...ter_sozoek.pdf). Ich glaube zwar nicht dass die WU einen alleinigen Anspruch darauf besitzt, Begriffe zu besetzen und zu definieren, auffallend an diesem Studienplan sind jedoch die darin gelehrten Soziologischen Grundlagen wie:

Organisationen und Gruppen 8 ECTS PI
Institutionen und Zivilgesellschaft 8 ECTS PI
Systemdynamik im globalen und regionalen Kontext 8 ECTS PI
Sozialstruktur und sozialer Wandel 8 ECTS PI

Vergleichbares bietet weder der Bakk.- Noch der Master Studienplan UBRM. Eine mittelfristige Implementierung einer solchen Komponente wäre meiner Meinung nach anstrebenswert. Doch ausgehend von den aktuellen Studienplänen, glaube ich nicht dass wir uns als ‚sozioökonomisch’ deklarieren sollten.

Ein zusätzlicher Grund wieso ich den Begriff ‚sozioökonomisch’ ablehne, ist da er im Begriff
‚ganzheitlich’ eigentlich enthalten ist. Wieso gerade die sozioökonomische Komponente hervorheben, wenn die ökologisch-technische mindestens genauso stark in unserem Studienplan vertreten ist?

Aufmerksame LeserInnen werden feststellen, dass der Begriff ‚ganzheitlich’ der gleichen Kritik ausgesetzt ist wie der Begriff ‚sozioökonomisch’. Ganzheitlich ist recht subjektiv, Universalgenies gibt es ja bekanntlich keine mehr, wer bestimmt welches Wissen ganzheitlich ist? Wie schon oben beschrieben, glaube ich es fehlen gewisse soziologische Grundlagen.
Wieso ich dennoch für den Begriff ‚ganzheitlich’ eintrete, ist dass wir wohl die Studienrichtung sind, die am nächsten dran ist, ihm gerecht zu werden. Dies ist unser Alleinstellungsmerkmal, unsere Unique Selling Position. Mittels Studienplanänderungen kann man an den Schrauben drehen, aber ich denke, der Begriff ‚ganzheitlich’ wird’s immer am besten treffen.


‚Nachhaltig’ – nicht kampflos aufgeben

Unter anderem war ich es selbst, der den Begriff ‚nachhaltig’ bzw. ‚nachhaltige Entwicklung’ als Schlagwort unseres Studiums in Frage stellte. „Ist ja nur ein Modewort“, „verwendet doch eh schon jeder zum green-washing“. Mich macht es wütend, wenn ich dieses Wort schon nicht mehr hören kann, weil mittlerweile Politiker schon von einem nachhaltigem Bildungssystem sprechen wenn sie Zugangsbeschränkungen fordern, oder ein Roundtable for Sustainable Palm Oil meint man könnte gigantischen Monokulturen ein grünes Mäntelchen umhängen.

Umso mehr sollten wir um diesen Begriff kämpfen und ihn mit gestalten. Ausgerechnet der gerade zu inflationäre Gebrauch bietet uns auch Möglichkeiten Präsenz zu zeigen und Aufmerksamkeit zu erregen. In Bezug auf die durchaus berechtigte Kritik will ich anregen, nicht auf ein ‚UBRM-a-dabei-Image’ zu setzen sondern aktiv wahre Nachhaltigkeit zu leben und zu kommunizieren.

Da ich mich in letzter Zeit viel mit der Thematik Nachhaltige Entwicklung, in Form von diversen LVAs, Symposien, ect. auseinandersetze, bleibt jedoch auch die Kritik an der Umsetzung von ‚Nachhaltigkeit’ in unserem Studienplan und generell an der BOKU nicht aus: Eine bloße Aneinanderreihung von verschiedenen Lehrveranstaltungen ergibt noch kein Verständnis von Nachhaltigkeit. Um die Bedeutung des Begriffes ‚Nachhaltigkeit’ für UBRM zu unterstreichen will ich aus dem Studienplan zitieren:

Allgemeines Ziel des Fachgebietes Umwelt- und Bio-Ressourcenmanagement:Gemäß Gesamtleitbild der BOKU hat das Studium „Umwelt- und Bio-Ressourcenmanagement“ im Bachelorstudium das Ziel, Absolventen bzw. Absolventinnen für die nachhaltige Umwelt- und Ressourcennutzung auszubilden.

Tätigkeitsfeld:Umwelt- und Bio-Ressourcenmanager sind in ihrer Arbeit auf die nachhaltige Bewirtschaftung und Entwicklung von Umwelt- (= erneuerbare und nachwachsende) Ressourcen ausgerichtet.“

Insgesamt wird der Begriff ‚Nachhaltigkeit’ im Studienplan fünf Mal verwendet. Bemerkenswerter ist es daher, dass trotz dieser offensichtlich zentralen Rolle, sich keine einzige Lehrveranstaltung sich mit dem Begriff Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Nachhaltigkeit beruht auf den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Während ersteres zur genüge behandelt wird, lernen wir sehr wenige bis gar nichts über nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige soziale Gefüge. Doch ohne diese Komponenten kann man meines Erachtens nicht von Nachhaltigkeit im engeren Sinn sprechen. Das Erfassen dieser gesamten ‚Dreifaltigkeit’ bleibt somit der Eigeninitiative der Studierenden überlassen. An der BOKU findet sich mit dem Institut für Nachhaltige Wirtschaftentwicklung etwas, was diese Lücke füllen könnte.

Nicht desto trotz, will ich aus ähnlichen Gründen wie beim Begriff ‚ganzheitlich’ dafür plädieren, uns als ‚nachhaltig’ zu outen. Keine bzw. nur wenig andere Studienrichtungen sind so nah dran, der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Das ist unsere Stärke. Wir können es uns nicht leisten sie zu verstecken!

Zum Abschluss noch ein Modell der Nachhaltigkeit, dass noch mal hervorstreicht, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Dinge, zu nachhaltiger Entwicklung führt. Dieses Modell umschreibt für mich UBRM in dessen Idealform.






Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass die Begriffe 'ganzheitlich' und 'nachhaltig' den Kern des Umwelt- und Bioressourcenmanagment darstellen.
Klemens Herzog ist offline   Mit Zitat antworten
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